28/02/2011

FOC Roppenheim - Betreiber bieten Einzelhandel Kooperationsgespräche an

 

 

Stuttgart: In einem an den Verband der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Süd (VMG Süd) gerichteten Schreiben bietet der Deutschland-Chef des spanischen Betreiber NEINVER, Sebastian Sommer, eine „Kooperation“ an, wie der Verband soeben mitteilt. Die Betreiber des Schnäppchen-Mekkas geben ihre „Überzeugung“ zum Ausdruck, dass der Neueröffnungstermin im Frühjahr 2012 „viele Vorteile für das direkte und erweiterte Einzugsgebiet des Outlet-Centers in Roppenheim bereithält“. Der Geschäftsführer des VMG Süd, Gerhard Berger, steht dem Vorhaben nach wie vor äußerst kritisch gegenüber. „Wir gehen von einem kräftigen Kaufkraftabfluss ins benachbarte Elsass aus, da die Betreiber mit fast ausschließlich deutscher Kundschaft rechnen, nämlich mindestens 80 Prozent und diese auch fest einkalkuliert haben“. Allerdings betont Berger, dass dem Einzelhandel in der Region nunmehr nichts anderes übrig bleibe, als sich auf die künftige Konkurrenz auf der französischen Rheinseite vorzubereiten.

 

Ob das unterbreitete Kooperationsangebot der FOC-Betreiber angenommen werde, „hängt von der Bereitschaft der betroffenen Einzelhändler ab“ und entscheidend sei, möglichst alle betroffenen Einzelhändler der Region in ein Boot zu holen. „Wir denken an eine konzertierte Konzeption nachhaltiger Projekte nicht nur mit den ansässigen Behörden, Tourismusverbänden, sondern insbesondere mit dem Einzelhandel“, betont Berger und bietet dem Einzelhandel eine zeitnahe Etablierung eines „Workshops“ an, um gemeinsam Konzepte zur Steigerung der Attraktivität der Standorte auf deutscher Seite zu entwickeln. Eine „rege und nachhaltige Bereitschaft des Einzelhandels in der Region“ sei allerdings hierfür Voraussetzung, so Berger. Der Verband hatte noch vor wenigen Jahren auf dem Klagewege versucht, die Etablierung des Schnäppchen-Mekkas zu verhindern. Seine Bedenken wurden allerdings vom obersten französischen Verwaltungsgericht nicht geteilt, die Klage wurde abgewiesen.

 

Auch wenn sich der Einzelhandel auf deutscher Seite zumindest im diesjährigen Weihnachtsgeschäft nicht mit dem Schnäppchen-Mekka auseinandersetzen muss, sei es jetzt allerdings „höchste Zeit“, sich entsprechend vorzubereiten, so Berger abschließend.

 

Ansprechpartner:

Gerhard Berger

VMG Süd

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