PRESSEMITTEILUNG

 

 

 

 

Erweiterungspläne in Metzingen stoßen auf Widerstand


Einzelhandel übt Kritik an der „Salami-Taktik“ des Outlet-Betreibers Boss

 

 

Stuttgart: Die geplante Verkaufsflächenerweiterung in der Outlet-City Metzingen um weitere 10.000 qm stößt beim Einzelhandel auf heftige Kritik.

 

Nachdem das Regierungspräsidium Tübingen im Jahre 2005 die Erweiterung um weitere 5.000 qm Verkaufsfläche genehmigt hatte, beantragt die Holy AG aktuell eine erneute Erweiterung des Hugo-Boss-Outlets um rd. 10.000 qm. Dies stößt auf heftige Kritik beim Verband der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Süd (VMG Süd) in Stuttgart:

 

„Wir stehen dem ohnehin überdimensionierten Fabrikverkauf in Metzingen entschieden ablehnend gegenüber“, so der Geschäftsführer des Verbandes, Gerhard Berger, der den schleichenden Ausbau der Fabrikverkaufsfläche als „Salami-Taktik“ geißelt. Berger ruft in Erinnerung, dass selbst das seinerzeitige Verträglichkeitsgutachten aus dem Jahre 2005 negative Auswirkungen auf den etablierten Einzelhandel in den benachbarten Gemeinden prognostizierte und Betriebsschließungen nicht ausschließen konnte. „Damals wurde dann das Gutachten passend gemacht und die Erweiterung genehmigt“, so Berger. Der Verband befürchtet nunmehr die gleiche Vorgehensweise und hat seine ablehnende Kritik auch beim Tübinger Regierungs-präsidium vorgebracht, welches die rechtlichen Voraussetzungen für die aktuell beabsichtigte Vergrößerung der Verkaufsfläche von Hugo Boss prüfen wird. Berger appelliert an das Regierungspräsidium, nicht nur das jeweilige Erweiterungsvorhaben an sich zu prüfen, sondern die bisher gewachsene, gesamte Verkaufsfläche hinsichtlich der negativen Auswirkungen auf den örtlichen sowie benachbarten Einzelhandel, insbesondere in Nürtingen, Tübingen und Reutlingen.

  

Heftige Kritik übt Berger an der nahezu „euphorischen Begeisterung“ der Gemeinde Metzingen an den erneuten Erweiterungsplänen von Boss: „Im Metzinger Rathaus ist man offensichtlich blind gegenüber den gewachsenen Einzelhandelsstrukturen in Metzingen und in den Nachbargemeinden“, so Berger mahnend. Er fügt hinzu: „Metzingen ist schon längst zu Bossingen geworden“.

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartner:

Gerhard Berger

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