Mitgliederversammlung des VMG Süd gegen die Wiedereinführung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen im Einzelhandel /

Vorstand verjüngt

 

 

Stuttgart: Die Mitgliederversammlung des Verbandes der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Süd (VMG Süd) mit Sitz in Stuttgart hat sich am 17. September 2014 in Sindelfingen einstimmig gegen eine Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen im deutschen Einzelhandel ausgesprochen. Diese wäre „höchst mittelstandsfeindlich, würde die Existenz zahlreicher mittelständischer, insbesondere familiengeführter Unternehmen und gleichermaßen Arbeitsplätze gefährden und wird daher entschieden abgelehnt“, so der energische und einstimmig gefasste Beschluss der Mitgliederversammlung.

 

Aufgrund des seit dem 16. August 2014 in Kraft getretenen Tarifautonomiestärkungs-gesetzes ist auch der § 5 Abs. 1 im Tarifvertragsgesetz dahingehend geändert worden, dass auf einen gemeinsamen Antrag der Tarifvertragsparteien ein Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt werden kann, wenn die allgemeinverbindliche Erklärung im öffentlichen Interesse geboten erscheint. Dies kann bereits dann der Fall sein, wenn im Geltungsbereich eines Tarifvertrages dieser für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen überwiegende Bedeutung erlangt hat.

 

„Wir sehen nach wie vor eine hohe potentielle Gefahr der Wiedereinführung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im deutschen Einzelhandel“, so Gerhard Berger, Geschäftsführer des VMG Süd. „Diesen Bestrebungen gilt es nachhaltig entgegenzuwirken, da auch auf Arbeitgeberseite, namentlich dem HDE (Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel) und seinen Landesverbänden, seit gut drei Jahren Bestrebungen im Gange sind, die Voraussetzungen für die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen zu erleichtern“, so Berger weiter. Zumal in diesem Jahr Reformgespräche zwischen dem HDE und seinen Landesverbänden einerseits und der Gewerkschaft ver.di andererseits im Gange sind, die geltenden Tarifstrukturen grundsätzlich neu zu gestalten. „Diese Gespräche werden seit nunmehr fünf Jahren geführt, wobei ver.di immer wieder und unmissverständlich betont hat, dass eine Neustruktur der Tarifverträge im deutschen Einzelhandel nur gegen den Preis der Wiedereinführung der Allgemeinverbindlichkeit zu machen ist“, so Berger und fügt hinzu: „Als Interessenvertretung des mittelständischen Einzelhandels ist es unsere Pflicht, derlei Bestrebungen entgegen zu  wirken“.

Der VMG Süd vertritt die Interessen von über 300 Einzelhandelsbetrieben mit vorwiegend mittelständischer Prägung, insbesondere im süddeutschen Raum (Baden-Württemberg und Bayern), aufgrund der weitverzweigten Mitgliederstruktur aber auch in Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Partnerverband ist der VMG Nord mit Sitz in Hamburg.

 

Im Vorstandsamt wurden einstimmig bestätigt der langjährige Vorsitzende des VMG Süd, Christian Wilk (Kaufmann, Gilching), gleichermaßen der stellvertretende Vorsitzende, Franz Bernhard Wagener (Wagener, Baden-Baden) sowie die weiteren Vorstandsmitglieder Christoph Bürker (Braun Möbel-Center, Reutlingen), Dr. Norbert Breuer (Salamander, Langenfeld), Karl Otto Gieseke (Bredl, Ravensburg), Joerg Hauber (Kaufhaus Hauber, Nürtingen) und Herr Hans-Georg Otten-Tscheulin (Polster Otten, Karlsruhe/Malsch). Einstimmig neu gewählt in den Vorstand des VMG Süd wurde Claudia Maurer-Bantel (Bantel, Schorndorf) sowie Stefan Conrad (Yeans Halle, Sindelfingen).

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt

Gerhard Berger

Rechtsanwalt/Geschäftsführer

VMG Süd

Sophienstraße 38

70178 Stuttgart

Tel. 0711/61 55 23-40

Fax 0711/61 55 23-50

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