PRESSEMITTEILUNG

 

 

 

"Transportable Möbel und Gesundheitsschutz“

 

VMG Süd stellt sein Schulungsvideo „Denk an mich – Dein Rücken“ vor

 

 

Stuttgart: Der Verband der Mittel-und Großbetriebe des Einzelhandels Süd e.V. (VMG Süd) hat am 30.04.2015 beim zwischenzeitlich dritten Roundtable-Gespräch sein Schulungsvideo vorgestellt, welches bei den zahlreich erschienen Vertretern von Handel, Industrie und Logistik auf breite Zustimmung stieß.

 

Die nach wie vor brisante Thematik der Transportabilität von großen und schweren Möbelstücken ist zwingend mit der gleichermaßen gewichtigen Thematik Gesundheitschutz und Arbeitsschutz am Arbeitsplatz zu sehen“, so Gerhard Berger, Geschäftsführer des VMG Süd. Dementsprechend gliedert sich das Schulungsvideo in zwei Filmbeiträge:

 

„Mit dem ersten Beitrag widmen wir uns der Thematik schlechthin, insbesondere was den Arbeitsschutz und die Gesundheit am Arbeitsplatz anbetrifft mit durchaus sehenswerten Filmbeiträgen der Berufsgenossenschaft. Der zweite Teil zeigt anschaulich einen Fall aus der täglichen Praxis, nämlich den Kauf einer Polstermöbelgarnitur von dem Verkaufsgespräch vor Ort, der Bestellung, Anlieferung vom Hersteller zum Händler, Kommissionierung und schlussendlich Anlieferung an den Endkunden“, so Berger weiter. Hierbei werden in Wort und Bild Themen wie ordnungsgemäße Lagerung der Waren während des Transports, Arbeitsschutz und Möglichkeiten der Anlieferung beim Endkunden dargestellt und gleichermaßen auf die Probleme hingewiesen, die sich beim Transport sperriger Möbel ergeben können. Produziert wurde das Schulungsvideo gemeinsam mit der Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM).

 

Bei den anwesenden Händlern stieß das Schulungsvideo auf spontane Zustimmung:

 

Transportabilität, Kundenzufriedenheit und Arbeitsschutz stehen nach wie vor im Fokus, der Trend zu großen, sperrigen Teilen wird zunehmend problematisch“, so Christoph Bürker von Braun Möbel-Center, Reutlingen.

 

 

Die Zerlegbarkeit in einzelne Einheiten sei zu begrüßen und nach wie vor weiterzuverfolgen, nicht zuletzt weil es für die Mitarbeiter unter dem Gesichtspunkt des Gesundhheitsschutzes „leichter und einfacher“ sei, so  der Auslieferungsleiter Siegfried Strnadl, Firma Polster Otten in Malsch, der die Thematik mit einfachen Worten auf den Punkt bringt: „Lieber 10x mit 20 Kilo laufen als 1x mit 200“.

 

Hans-Georg Otten ergänzt, dass Vielfalt „Zerlegbarkeit in mehrere Einheiten durchaus machbar und kalkulierbar sei“ und „die Akzeptanz beim Kunden keine Bedenken grundsätzlicher Art“ darstellen würden.

 

Sigfried Wrobel, Firma Segmüller, stimmt dem durchaus zu, die Thematik Arbeitsschutz sei nicht zu vernachlässigen, es dürfe nicht nur um Kalkulationen gehen.

 

Stefan Schmid, Firma Schmid’s Domino in Sachensenheim, gibt zu bedenken, dass bei der Auslieferung großer und sperriger Teile die Auslierferungsschreiner und Auslieferungsmonteure einen „Knochenjob“ verrichten müssen. Die „Zerlegbarkeit“ großer sperriger Teile wäre eine nicht nur aus arbeitsschutzrechtlichen Überlegungen heraus eine wesentliche Erleichterung, die Akzeptanz beim Kunden wäre überhaupt kein Problem.

 

Sigmund Hertkorn, Geschäftsführer von Translogistik LSB, wies warnend darauf hin, dass bei einer „Zerstückelung“ die Kosten und damit die Preise steigen würden und nicht zuletzt die Logistik beim Händler stärker belastet wird. Darüber hinaus steigt die Vielfalt bei der Lieferung in Einzelteilen und damit auch die Reklamationsquote. Eine „intelligente Strategie“ sei hiebei zu überlegen.

 

Richard Weinzierl, Hettich & Franke in Balingen, ruft in Erinnerung, dass vor vielen Jahren Küchen auch kaum zerlegbar geliefert wurden und heute die Anlieferung in mehreren Einheiten mit Maßen von 50-60 cm „selbstverständlich“ sei. Ergänzend weißt Manfred Kirchhoff auf den Onlinehandel hin. Dort sei „ein verstärkter Trend zur zerlegbaren Einheiten“ zu beobachten.

 

Besondere Beachtung fand im Anschluss an die Vorführung des VMG-Schulungsvideos der Beitrag von Richard Weinzierl, der die bereits gängigen Stecksysteme zur Zerlegbarkeit von Polstermöbeln vorstellte und mit einem anschaulichen Filmbeitrag untermauerte. „Technisch herrvorragend“, so Bernd Dahm von Koinor, jedoch dürfte dabei die Kostenkalkulation für das Endprodukt nicht übersehen werden. Jürgen Haupt von Rolf Benz wies darauf hin, dass „bestehende Modelle nicht umgebaut werden können“, die vorgestellten Stecksysteme wären aber bei neuen Produkten durchaus bereits in der Entwicklung berücksichtigungswürdig.

 

Alle 22 Teilnehmer waren sich einig, die Roundtablegespräche konstruktiv fortzusetzen. Weiteres und vertiefendes Schulungsmaterial sei zu begrüßen.

 

Wir machen weiter“, so der einstimmige Tenor der Beiteiligten.

 

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