Winterwetter, Eis und Schnee: Pünktliches

Erscheinen am Arbeitsplatz ist trotzdem Pflicht

 

Auch in der kalten Jahreszeit und bei den damit einhergehenden Witterungsverhältnissen sind Arbeitnehmer unabhängig von Schnee und Eis dafür verantwortlich, pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen.

 

Nach geltender Rechtslage muss sich der Arbeitnehmer über die Wetterlage informieren und entsprechend seinen Arbeitsweg planen. Springt etwa sein Auto nicht an, muss der Mitarbeiter nach Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Eine Verspätung kann die erbrachte Arbeitsleistung und damit auch den Lohn reduzieren. Verhindert werden kann dies, indem die Arbeitsleistung nachgeholt wird, wenn der Arbeitgeber damit einverstanden ist.

 

In der Regel sollte – je nach Einzelfall – dem Mitarbeiter allerdings Kulanz entgegegebracht werden. Dazu muss der Arbeitnehmer allerdings seinen Arbeitgeber sofort informieren, wenn er erkennt, dass er nicht pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen kann.

 

Auch auf den Arbeitgeber kommen im Fall extremer Wetterverhältnisse besondere Pflichten zu. Der Arbeitgeber trägt das Risiko für eine kältebedingte Betriebsstörung. Außerdem muss er dafür sorgen, dass eine von den körperlichen Anforderungen der Arbeit abhängige Mindesttemperatur in den Arbeitsräumen herrscht. Bei leichten Bürotätigkeiten im Sitzen sind dies beispielsweise 20 Grad Celsius (technische Regeln für Arbeitsstätten).

 

Wird die Arbeit überwiegend im Stehen und Gehen verrichtet, typischerweise in Verkaufsräumen, liegt der Mindestwert bei leichter Arbeitsschwere bei 19 Grad Celsius.

 

Hat der Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall, so übernimmt in der Regel die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die ärztliche Behandlung. Voraussetzung ist, dass der Unfall unverschuldet war und auf dem direkten Weg zur Arbeit passiert ist. Als Wegeunfall gilt auch, wenn der Arbeitnehmer bereits vor seiner Haustür ausrutscht. Auch hier übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung in der Regel die Kosten.