Sonderrundschreiben 5/2012

 

 

 

KNÜPPEL AUS DEM SACK –

MINDESTLOHNDEBATTE IM EINZELHANDEL LÄUFT AUS DEM RUDER

TREUHERZIGER HDE

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

über die aktuelle Mindestlohndebatte im deutschen Einzelhandel hatten wir bereits mehrfach berichtet (vgl. nur unser Sonderrundschreiben 3/2012 vom 04.07.2012 sowie Sidebar auf unserer Homepage).

 

Mit dem „Sommerloch“ befeuern führende Filialisten und große Beitragszahler beim HDE wie REWE und Lidl die im Handel gärende Debatte um den Mindestlohn.

 

Die REWE, die bisher an vorderster Front für den allgemeinverbindlichen tariflichen Mindestlohn im Einzelhandel „gekämpft“ hat, greift nun zum Knüppel und spricht sich für einen gesetzlichen Mindestlohn im Einzelhandel aus als „notwendige Alternative“ für den Fall, dass ein tarifliches Mindestentgelt nicht zustande kommen sollte.

 

Um die bisherige Linie vollends zu sprengen, ergänzt die REWE, dass im Fall eines gesetzlichen Mindestlohn „mindestens eine 8 vor dem Komma“ stehen müsse (vgl. Textil Wirtschaft vom 09.08.2012 sowie Lebensmittel Zeitung vom 03.08.2012).

 

Lidl kündigt an, ab 01.09.2012 Euro 10,50 pro Stunde als Mindestentgelt zahlen zu wollen und setzt sich eindeutig an die Spitze der Debatte. Da kann der HDE bestenfalls nur treuherzig dastehen.

 

Diese neue Entwicklung in der Diskussion um einen Mindestlohn im deutschen Einzelhandel zeigt allerdings mit aller Deutlichkeit eines:

 

 

Es geht schlichtweg um eine Entgeltuntergrenze, auf welcher Basis auch immer, zur Abwehr unerwünschter Konkurrenz, insbesondere aus dem Mittelstand und nicht um die Abwehr eines gesetzlichen Mindestlohnes, wie verbandsintern beim HDE immer wieder gebetsmühlenartig versichert wurde und wird.

 

 

Beigefügt überreichen wir mit der Bitte um Ihre Aufmerksamkeit Presseartikel aus der Lebensmittel Zeitung vom 20.07.2012, mit welchem unsere Gegenargumente nachhaltig aufgegriffen worden sind.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 
 

RA Gerhard Berger

Geschäftsführer