Zoll überprüft den Einzelhandel

 

Der Zoll hat bundesweit den Einzelhandel unter die Lupe genommen. Rund 2.800 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben im Zuge einer bundesweiten Schwerpunktprüfung insgesamt 5.300 Betriebe kontrolliert.

 

Im Zuge der Ermittlungen haben die Beamten rund 33.000 Personen befragt.

 

Die Mitarbeiter wurden detailliert nach ihrem Arbeitsverhältnis, Entlohnung, Stundenzahl und Betriebszugehörigkeit befragt. Bei der Aktion ging es darum festzustellen, ob die Händler den Mindestlohn zahlen.

 

Das ist offenbar bei der überwältigenden Mehrheit der Betriebe der Fall. Lt. Mitteilung der Generalzolldirektion Bonn wurden keine wesentlichen Verstöße gegen die Pflicht zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohnes festgestellt.

 

Verstöße gegen das Mindestlohngesetz können mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 500.000 Euro geahndet werden.

 

Lediglich in einigen Fällen wurden Leistungsbetrug und Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen aufgedeckt. 83 Ermittlungsverfahren gegen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wurden eingeleitet.

 

Darüber hinaus werden die Behörden in 1.350 Fällen noch der Frage nachgehen, ob Schwarzarbeit vorliegt.

 

Beachten Sie bitte, dass der Zoll regelmäßig Schwerpunktprüfungen durchführt. Zuletzt hatte man sich den Transportsektor sowie die Bauwirtschaft vorgenommen.

 

Quelle: Lebensmittelzeitung vom 30.09.2016