März 2011: Tarifinformationen zur Tarifrunde Einzelhandel 2011

Tarifinformation 03/2011

  1. Baden-Württemberg: Arbeitgeberangebot in der ersten Verhandlungsrunde am 28.3.2011
  2. Bayern: Ver.di fordert 6 % mehr, mindestens Euro 120
  3. Übersicht

 

Die - so früh wie nie zuvor angesetzte - erste Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg blieb ohne Ergebnis.
Der HDE-Landesverband in Baden-Württemberg unter der Verhandlungsführung von Dr. Philip Merten (REWE) unterbreitete der Gewerkschaft ver.di ein erstes Angebot: Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1,5% ab 1.7.2011 (also bei drei Nullmonaten). Des weiteren soll in betrieblichen Vereinbarungen diese Tariferhöhung um bis zu zwei Monate vorgezogen oder verschoben werden können.

 

Ver.di sieht die Branche „im Aufschwung" und will daher eine „kräftige Tariferhöhung um 6,5%" durchsetzen (wir berichteten). Die Gewerkschaft lehnte das Arbeitgeberangebot als völlig unzureichend ab.

Die Verhandlungen werden am 15.4.2011 fortgesetzt.

 

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In Bayern hat ver.di für die rd. 330.000 Beschäftigten im Einzelhandel die Forderung zwischenzeitlich auf den Tisch gelegt:

Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6%, mindestens Euro 120 mehr Lohn und Gehalt, bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
Die Ausbildungsvergütungen sollen um 60 Euro angehoben werden.
Des weiteren sollen die laut ver.di „diskriminierenden" Ortsklassenzuschläge abgeschafft werden.

Der dortige HDE-Landesverband hat diese Forderungen zu Recht als völlig „unrealistisch" zurückgewiesen.
Ein Verhandlungstermin in Bayern steht noch nicht fest.

 

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In Hessen verlief die erste Verhandlungsrunde am 9.3.2011 ebenfalls ergebnislos. Das dort unterbreitete Arbeitgeberangebot entspricht dem in Baden-Württemberg.

In Hessen werden die Verhandlungen am 20.4.2011 fortgesetzt.

 

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Ebenso im Saarland. Ergebnislose Runde am 25.3.2011 mit gleichlautendem Arbeitgeberangebot. Die Verhandlungen werden am 18.4.2011 fortgesetzt.

 

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n Rheinland-Pfalz endet die Laufzeit des Entgelttarifvertrages am 30.4.2011. Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Ebensowenig in Sachsen und Thüringen.

 

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RA Gerhard Berger

VMG Süd e.V.