Tarifrunde im Einzelhandel 2013

Forderung von ver.di Baden-Württemberg: 1 € mehr pro Stunde

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Die Tarifkommission von ver.di Baden-Württemberg fordert für die diesjährige Tarifrunde eine Anhebung der Löhne und Gehälter um 1 € pro Stunde.

 

Umgerechnet bedeutet dies für Vollzeitkräfte eine Anhebung um 163 Euro/Monat. Damit würde das Verkäufereckgehalt nach dem Willen von ver.di um 7,25 % steigen, das Einstiegsgehalt sogar um 10,8 %.

 

Diese „Festgeldforderung“ – statt der bisher „gewohnten“ Prozentforderung – sei lt. ver.di aber leicht zu vermitteln als „soziale Komponente“, mit der sämtliche Einkommensgruppen gleichermaßen vom Tarifabschluss profitieren sollen.

 

Ver.di fordert des Weiteren ein Mindesteinkommen im deutschen Einzelhandel von 1.800 Euro brutto/Monat.

 

Gegen den Vorstoß der Arbeitgeberseite (Kündigung sämtlicher Tarifverträge, s. hierzu unsere Tarifinformation 2/2013) kündigte ver.di Baden-Württemberg „entschlossenen Widerstand“ an. Der Manteltarifvertrag sollte „verteidigt“ werden. Hierüber will ver.di in Baden-Württemberg überhaupt nicht verhandeln.

 

Natürlich verrät ver.di auch diesmal nicht, wie sich diese völlig unrealistische Forderung mit den enttäuschenden Umsätzen im November und Dezember 2012 sowie den kaum zu erwartenden Umsatzsteigerungen in 2013 in Einklang bringen lässt.

 

Wann die Tarifgespräche aufgenommen werden sollen, ist noch offen. Ein erstes Sondierungsgespräch mit der Arbeitgeberseite ist für März vorgesehen.

 

Wir werden wie üblich weiter berichten.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

RA G. Berger

Geschäftsführer