• Tarifrunde kommt in Fahrt – Arbeitgeberangebot in Baden-Württemberg und Bayern
  • Ver.di schürt Angst vor Altersarmut
  • Ergebnisse unserer Befragung zur Tarifstruktur und Allgemein-verbindlichkeit (Tarifinformation 1/2017)

 Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die zweite Verhandlungsrunde im Einzelhandel Baden-Württemberg brachte keine Annäherung der Tarifparteien. Die Arbeitgeber legten ein erstes Angebot vor, dass von ver.di nicht nur als völlig unzureichend, sondern sogar als „unverschämt“ zurückgewiesen wurde.

 

 Das vorgelegte Angebot der Arbeitgeberseite sieht – bei einer Laufzeit von 24 Monaten – folgende Erhöhungen der Löhne und Gehälter sowie Ausbildungsvergütungen vor:

 

  • ab 1.06.2017 um 1,5 % (nach 2 Nullmonaten)
  • ab 01.04.2018 um weitere 1,0 %

 

Eine Verknüpfung der laufenden Entgelttarifrunde mit Verhandlungen über eine neue Entgeltstruktur lehnt ver.di nach wie vor ab.

 

Die Verhandlungen sollen am 31.05.2017 (in Korntal-Münchingen) fortgesetzt werden.

 

Ver.di kündigte Protestaktionen und Warnstreiks an.

 

Zum Auftakt der Tarifrunde in Bayern am 02.05.2017 hat ver.di auch dort das unterbreitete Arbeitgeberangebot abgelehnt. Dieses entspricht dem in Baden-Württemberg.

 

Lt. ver.di sollen nunmehr Streiks nicht mehr ausgeschlossen sein, die Tarifverhand-lungen werden am 23.05.2017 fortgesetzt.

 

Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Bayern bezeichneten die Verhandlungs-führer auf der Arbeitgeberseite das Angebot der wirtschaftlichen Lage der Einzelhandelsunternehmen als angemessen.

 

Der Tarifauftakt in Hessen am 27.04.2017 endete erwartungsgemäß ergebnislos und ohne ein Angebot der Arbeitgeberseite.

 

Entsprechend verlief die erste Verhandlungsrunde am 28.04.2017 auch in Rheinland-Pfalz.

 

Ver.di fordert nach wie vor vehement die Wiedereinführung der Allgemeinverbind-lichkeit der Tarifverträge, übt völlig unberechtigte Kritik an den Arbeitsbedingungen im Einzelhandel und schürt bei den Beschäftigten Angst vor Altersarmut.

 

Allgemeinverbindliche Tarifverträge seien lt. ver.di angeblich ein wirksames Mittel gegen Armut „heute und im Alter“ (ver.di Hessen). Ver.di in Baden-Württemberg spricht von „Armut trotz Arbeit und programmierte Altersarmut“ …

 

Diese Haltung der Gewerkschaftsfunktionäre ist schlichtweg verantwortungs-los und schädigt den Ruf der gesamten Branche!

 

Im Einzelhandel gibt es gutes Geld für gute Arbeit, ver.di sollte sich darüber im Klaren sein, mit derlei „Kampfparolen“ auch die Suche nach dringend benötigten Fachkräften im Einzelhandel erheblich zu erschweren.

 

Wir berichten weiter …

 

 

Ergebnisse unserer Befragung (Tarifinformation 1/2017)

 

Mit unserer Tarifinformation 1/2017 haben wir Sie um Ihre Meinung zu den Themen Tarifstruktur und Allgemeinverbindlichkeit gebeten. Von den an der Umfrage teilnehmenden Mitgliedern sprechen sich alle ausnahmslos gegen einen flächendeckenden, allgemeinverbindlichen Tarifvertrag aus.

 

Die überwiegende Mehrheit (99 %) ist gleichermaßen gegen die Einführung einer bundesweit einheitlichen neuen Entgeltstruktur. Auch hatten wir um weitere Anregungen/Anmerkungen gebeten. Hier einige Auszüge:

 

„Es zeigt sich wieder einmal, dass der HDE die inhabergeführten Einzelhändler nicht unterstützt und vertritt.“

 

„Gibt es keine Möglichkeit, dem HDE als angeblichem Sprachrohr/Vertreter des Gesamthandels etwas entgegenzustellen?“

 

„Die Entgeltstruktur hängt … untrennbar mit den bundesweit unterschiedlichen Lebenshaltungskosten zusammen.“

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Gerhard Berger

Rechtsanwalt (Syndikusrechtsanwalt)

Geschäftsführer

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